Fertility Center Hamburg
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Das frühere Standardprotokoll

Das sogenannte lange Protokoll oder Agonistenschema wird heute seltener eingesetzt, da sich das kurze Protokoll wegen der kürzeren, daher patientenfreundlicheren Behandlung durchgesetzt hat.

Eine Behandlung nach dem langen Protokoll beginnt bereits während des vorangehenden Zyklus. Dabei wird mittels eines Hormons (sog. Agonist), das durch Spritzen oder Nasenspray verabreicht wird, die Funktion der Hirnanhangdrüse während der nachfolgenden Stimulationsphase der Eierstöcke so unterdrückt, dass kein vorzeitiger Eisprung stattfinden kann.

Nach der Vorbehandlung unter diesen Agonisten beginnt der eigentliche Stimulationszyklus. Die Behandlung mit dem stimulierenden Hormon (FSH, FSH/LH, HMG) erfolgt nach einer Hormonanalyse und/oder Ultraschalluntersuchung nach Einsetzen der Blutung. Bei dieser Untersuchung wird geprüft, ob die Eierstöcke frei von Zysten sind und sich im erwünschten Ruhezustand befinden. Das stimulierende Hormon kann sich die Patientin mit leicht zu bedienenden Injektions-Spritzen oder mit Hilfe eines Pens selbsttätig unter die Haut (der Bauchdecke) spritzen oder aber von ihrem Partner verabreichen lassen.

Unter diesen Hormonen wird durch Ultraschall- und Hormonkontrollen das Wachstum und Reifen der Eibläschen beobachtet.

Ist der Zeitpunkt gekommen, zu dem genügend reife Eibläschen zur Verfügung stehen, wird die Stimulationsbehandlung und auch die Gabe der Agonisten gestoppt. Durch die Injektion von HCG, das dann auch den Eisprung auslösen würde, wird die letzte notwendige Eizellreifung hervorgerufen. Etwa 35–36 Stunden später entnehmen wir die Eizellen ganz vorsichtig im Rahmen der Follikel- oder Eierstockpunktion.