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"Kurzes" und "langes" Protokoll zur Stimulation der Eierstöcke

"Kurzes" Protokoll: der heutige Standard

Die extrakorporale Befruchtung: Die Behandlung mit dem stimulierenden Hormon (FSH, FSH/LH, HMG) erfolgt nach einer Hormonanalyse und/oder Ultraschalluntersuchung ab dem zweiten oder dritten Zyklustag mit einsetzender Blutung. Das Hormon kann sich die Patientin mit leicht zu bedienenden Injektions-Spritzen oder mit Hilfe eines Pens selbsttätig unter die Haut (der Bauchdecke) spritzen oder aber von ihrem Partner verabreichen lassen. Nach mehreren Tagen wird zusätzlich ein zweites Hormon eingesetzt, das einen vorzeitigen Eisprung unterdrückt (sog. Antagonisten). Es wird ebenso wie das stimulierende Hormon verabreicht. Unter diesen Hormonen wird durch Ultraschall- und Hormonkontrollen das Wachstum und Reifen der Eibläschen beobachtet.

Durch eine Stimulation der Eierstöcke kann eine größere Zahl an Eibläschen heranreifen. Das erhöht die Chance auf die Gewinnung mehrerer Eizellen und somit auch den Erfolg der Kinderwunsch-Behandlung!

Ist der Zeitpunkt gekommen, zu dem genügend reife Eibläschen zur Verfügung stehen, wird die Stimulationsbehandlung gestoppt und die letzte notwendige Eizellreifung durch die Injektion eines anderen Hormons hervorgerufen, z. B. HCG, das dann auch den Eisprung auslösen würde. Etwa 35–36 Stunden später entnehmen wir die Eizellen ganz vorsichtig im Rahmen der Follikel- oder Eierstockpunktion.

"Langes" Protokoll

Das sogenannte lange Protokoll oder Agonistenschema wird heute seltener eingesetzt, da sich das kurze Protokoll wegen der kürzeren, daher patientenfreundlicheren Behandlung durchgesetzt hat.

Eine Behandlung nach dem langen Protokoll beginnt bereits während des vorangehenden Zyklus. Dabei wird mittels eines Hormons (sog. Agonist), das durch Spritzen oder Nasenspray verabreicht wird, die Funktion der Hirnanhangdrüse während der nachfolgenden Stimulationsphase der Eierstöcke so unterdrückt, dass kein vorzeitiger Eisprung stattfinden kann.

Nach der Vorbehandlung unter diesen Agonisten beginnt der eigentliche Stimulationszyklus. Die Behandlung mit dem stimulierenden Hormon (FSH, FSH/LH, HMG) erfolgt nach einer Hormonanalyse und/oder Ultraschalluntersuchung nach Einsetzen der Blutung. Bei dieser Untersuchung wird geprüft, ob die Eierstöcke frei von Zysten sind und sich im erwünschten Ruhezustand befinden. Das stimulierende Hormon kann sich die Patientin mit leicht zu bedienenden Injektions-Spritzen oder mit Hilfe eines Pens selbsttätig unter die Haut (der Bauchdecke) spritzen oder aber von ihrem Partner verabreichen lassen.

Unter diesen Hormonen wird durch Ultraschall- und Hormonkontrollen das Wachstum und Reifen der Eibläschen beobachtet.

Ist der Zeitpunkt gekommen, zu dem genügend reife Eibläschen zur Verfügung stehen, wird die Stimulationsbehandlung und auch die Gabe der Agonisten gestoppt. Durch die Injektion von HCG, das dann auch den Eisprung auslösen würde, wird die letzte notwendige Eizellreifung hervorgerufen. Etwa 35–36 Stunden später entnehmen wir die Eizellen ganz vorsichtig im Rahmen der Follikel- oder Eierstockpunktion.

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