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Die Behandlung ungewollter Kinderlosigkeit wird häufig durch eine medikamentöse Therapie begleitet. |
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Clomiphencitrat |
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| Clomiphencitrat ist ein Wirkstoff, der die Reifung der Eizelle an den Eierstöcken anregt und den Eisprung auslöst. Er wird als Tablette in der Regel 1-2-mal pro Tag über 3-7 Tage eingenommen und bewirkt eine Ausschüttung von LH (luteinisier- endes Hormon) und FSH (follikelstimu- lierendes Hormon). Clomiphencitrat besitzt eine anti-östrogene Wirkung. Mögliche Nebenwirkungen sind daher den typischen Begleitsymptomen der Wech- seljahre ähnlich, z.B. Hitzwallungen, Kopfschmerzen oder depressive Ver- stimmungen. | Clomiphencitrat sollte maximal über 3-6 Zyklen angewendet werden, da sich gleichzeitig unerwünschte Effekte auf die Schleimhaut in der Gebärmutter- höhle und die Schleimproduktion und Öffnung des Gebärmutterhalses vor dem Eisprung über die Zahl der Zyklen verstärken. Der Wirkstoff wird häufig als „erster Versuch“ vom Hausgynä- kologen verschrieben. Die Einnahme sollte unter ständiger Kontrolle erfolgen, denn es besteht eine höhere Wahr- scheinlichkeit von Mehrlings- Schwangerschaften. | ||||||||||||
Gonadotropine |
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Diese Hormone stimulieren die Eier- stöcke und werden in der Hirnanhang- drüse gebildet. Die oben genannten Hormone LH und FSH wurden früher aus dem Urin von Frauen in den Wechsel- jahren gewonnen und in den Muskel injiziert (Pergonal®, Humegon®, Menogon®). Die Dosis wird individuell festgelegt und die Therapie überwacht, um eine Überstimulation oder Mehr- lings-Schwangerschaften zu vermeiden. Als hoch gereinigte Präparate (Menogon hp®, Bravelle®) können diese Wirkstoffe heute subkutan – also von der Patientin selbst ins Unterhautfettgewebe – injiziert werden und lösen weniger allergische Reaktionen an der Einstichstelle aus. Neueste Präparate sind gentechnisch erzeugt und damit zu 100% rein. Sie lösen keine Allergien mehr aus und sind auch im Volumen so reduziert, dass die leichte Anwendung mittels Injektions-Pen möglich ist (Gonal F®, Puregon®, Luveris®). Ein Eisprung wird mit dem Schwanger- schaftshormon HCG durch eine einmalige Injektion ausgelöst. HCG kann sowohl aus dem Urin gewonnen (Choragon®) als auch gentechnisch erzeugt (Ovitrelle®) angewendet werden. |
Während einer Kinderwunsch-Behand- lung wird der natürliche Hormon- haushalt der Frau oft stillgelegt, um ganz gezielt die gewünschten Schritte zum richtigen Zeitpunkt einzuleiten. Die körpereigenen Hormone sollen dabei nicht „dazwischenfunken“. Mit Hilfe von so genannten GnRH-Analoga wird die Patientin deshalb in die „Wechseljahre“ versetzt und damit beispielsweise ein verfrühter Eisprung verhindert. Nach Ende der Anwendung normalisiert sich der Zyklus natürlich wieder. GnRH-Analoga können als Spritze (Decapeptyl®) sowie als Nasenspray (Synarella®) über 2-4 Wochen im so genannten langen Protokoll vor der eigentlichen Stimulation eingesetzt werden. Ebenso werden sie im kurzen Antagonisten-Protokoll (Cetrotide®, Orgalutran®) mit sofortiger Wirkung ab der ersten Spritze angewendet. Welches Hormon auch immer von Ihrem Arzt empfohlen wird, bei keinem wurden Langzeitfolgen oder ein erhöhtes Krebsrisiko nachgewiesen. Allein bei Clomiphencitrat sollte die Einnahme wegen möglicher Spätfolgen zeitlich begrenzt werden. |
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