Fertility Center Hamburg-Kryokonservierung von befruchteten Eizellen
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KRYOKONSERVIERUNG VON
BEFRUCHTETEN EIZELLEN

Bei der Befruchtung außerhalb des Körpers (IVF / ICSI) sind die Schwan- gerschaftsraten am besten, wenn mehrere befruchtete Eizellen zur Auswahl für den Transfer zur Verfügung stehen. Deshalb wird durch den Stimulations- zyklus die Reifung von 5 bis 15 Eizellen angeregt.

Um das Risiko von Mehrlings- Schwangerschaften gering zu halten, werden bis zum 35. Lebensjahr nur zwei, danach im Einzelfall auch drei Eizellen zum Embryonalstadium kultiviert und dann als Embryonen in die Gebärmut- terhöhle gebracht.

Die restlichen befruchteten Eizellen können tiefgefroren (kryokonserviert) werden und stehen dann in einem späteren Zyklus für einen Embryo- transfer bereit. So kann auf die erneute Stimulation der Eierstöcke mit Hormon- spritzen, auf die Follikelpunktion und auf Durchführung der ICSI-Methode für einen oder mehrere Zyklen verzichtet werden.
Die Kryokonservierung in flüssigem Stickstoff bei –196°C ist ein kompli- ziertes und technisch aufwendiges Verfahren, das mehrere Stunden dauert. Es wird seit vielen Jahren klinisch angewendet, ohne dass eine nachteilige Wirkung auf Eizellen, Embryonen oder auf geborene Kinder beobachtet wurde.

Wir möchten aber darauf hinweisen, dass – trotzdem die Wissenschaft dies verneint – das Einfrieren einer Pronucleus-Eizelle möglicherweise ein unbekanntes Risiko, in erster Linie Chromosomen-Veränderungen, für den entstehenden Embryo birgt.

Nicht alle gewonnenen Eizellen eignen sich für die Kryokonservierung. Schon vorher werden sie deshalb sorgfältig ausgewählt. Einige der eingefrorenen Eizellen überstehen eventuell das Auftauen nicht. In äußerst seltenen Fällen entwickeln sich die Eizellen nach dem Auftauen nicht weiter.
Therapiemethoden bei Unfruchtbarkeit - Kryokonservierung von befruchteten Eizellen

Was sind Eizellen im Vorkern-Stadium?

Aus rechtlichen und ethischen Gründen werden in unserer Praxis nur Eizellen, die sich kurz nach dem Kontakt mit dem Samen im Vorkern-Stadium – dem so genannten Pronucleus-Stadium – befinden, tiefgefroren. Die Zelle hat noch keinen gemeinsamen Zellkern und ist noch kein Embryo. 
Eizelle im Pronucleus-Stadium
Die eigentliche Befruchtung findet erst einige Stunden später statt. Denn erst bei der Verschmelzung der mütterlichen und väterlichen Erbanlagen entsteht ein neues Individuum und damit der Beginn neuen Lebens.
Schema der Befruchtung
Durch das Einfrieren der Eizellen im Vorkernstadium wird die Zellteilung bis zum erfolgreichen Wiederauftauen gestoppt. Dennoch tragen diese Eizellen bereits die Anlage zu neuem mensch- lichen Leben in sich. Der Umgang mit Eizellen im Vorkernstadium erfordert deshalb auch besondere Sensibilität. Beispielsweise müssen immer beide Partner zustimmen, wenn eine Zelle aufgetaut und transferiert werden soll.

Kryo-Embryotransfer-Zyklus oder Auftauzyklus

Nach dem Auftauen werden 2 bis 3 Eizellen im Vorkern-Stadium zu Embry- onen kultiviert und in die Gebärmut- terhöhle eingebracht (Embryotrans- fer). Den hieraus resultierenden Behandlungszyklus bezeichnet man als Kryo-Embryotransfer-Zyklus oder Auftauzyklus.

Damit sich der Embryo erfolgreich in der Gebärmutter einnisten kann, muss der Zeitpunkt des Embryotransfers sorgfältig gewählt werden. Zum Aufbau der Gebär- mutterschleimhaut wird das natürliche weibliche Hormon Östradiol in Tablet- tenform eingenommen. Die Eierstöcke bleiben dadurch inaktiv und bilden in diesem Behandlungszyklus keine Follikel.
Sobald die Gebärmutterschleimhaut ausreichend dick ist, wird zusätzlich Progesteron, das natürliche Gelbkör- perhormon, gegeben.

Im Anschluss kann der Zeitpunkt des Embryotransfers festgelegt werden. Nach 14 weiteren Tagen wird geprüft, ob eine Schwangerschaft eingetreten ist.

Die Schwangerschaftsraten im Kryo-Embryotransfer-Zyklus liegen – bezogen auf die Anzahl der einge- setzten Embryonen – etwas niedriger als im Stimulationszyklus mit Follikelpunktion.
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