Ausländische Zentren werben in letzter Zeit teilweise sehr aggressiv mit der so genannten „Blastozystenkultur“, die in Deutschland angeblich verboten, aber das einzig wahre Mittel zur Erzielung hoher Schwangerschaftsraten sein soll.
Blastozysten – auch Bläschenkeime genannt - sind Embryonen, die sich nach Follikelpunktion und Befruchtung 5 Tage lang im Brutschrank entwickeln konnten und aus 64 bis 128 Zellen bestehen. Von allen befruchteten Eizellen entwickelt sich unter Kulturbedingungen nur etwa ein Drittel überhaupt zu einer Blastozyste.
Die Blastozystenkultur ist in Deutschland sehr wohl möglich – der Transfer der befruchteten Eizellen kann zwischen |
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Tag 1 bis Tag 5 nach der Eizellentnahme erfolgen. Nicht erlaubt ist die so genannte Selektion, d.h. das gezielte Herausfiltern von Embryonen mit der Potenz, sich unter Kulturbe- dingungen zum Bläschenkeim zu entwickeln.
Aber nur bei Patienten mit sehr günstigen Voraussetzungen, d.h. junges Behandlungsalter und eine hohe Zahl befruchteter Eizellen, kann sich diese Methode unter Umständen lohnen. Gerade diese Patienten haben aber auch mittels konventioneller Kinder- wunschbehandlung beste Chancen, rasch zu einer Schwangerschaft zu gelangen – wie die nachfolgende Abbildung zeigt: |
Die Schwangerschaftsrate in dieser Gruppe liegt mit den Standardtherapien bei rund 40 bis 50% - und das entspricht ziemlich genau dem, womit die Befürworter der Blastozystenkultur so vehement werben.
Untersuchungen zeigen zudem, dass |
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sich bei einer Kultivierung im Brut- schrank über 4 Tage hinaus das genetische Risiko für Embryonen und Kinder erhöhen kann. Wir im FCH empfehlen daher nur den Embryonen- transfer nach 2 bis 4 Tagen. |