
Der Vorzyklus ist der erste Schritt einer künstlichen Befruchtung. Er findet vor der eigentlichen Behandlung statt und dauert ca. 4 Wochen. Hierbei werden die Eierstöcke durch Hormone stimuliert. Das kann die Eireifung entscheidend verbessern und dazu führen, dass mehrere Eizellen für die spätere Behandlung heranwachsen. Wie viele das sein werden, ist im Einzelnen nicht zu bestimmen, dieses hängt oftmals vom Grund der Hormonbehandlung und der Medikamentenauswahl ab.
Im Vorzyklus ist es das Ziel, weit mehr als nur eine Eizelle heranreifen zu lassen. Damit erhöht sich der Therapieerfolg der Kinderwunsch-Behandlung enorm!
Nach dem Vorzyklus verfahren wir beim FCH auf folgende Weise:
Eine Behandlung nach dem langen Protokoll (siehe unten) versetzt die Eierstöcke in einen Ruhezustand. So wird ein vorzeitiger Eisprung vermieden, und es reifen mehr Eibläschen als normalerweise in den Eierstöcken für die Behandlung heran.
Nach einem anderen Protokoll behandeln wir, wenn so genannte GnRH-Antagonisten eingesetzt werden müssen, um einen unkontrollierten Eisprung zu verhindern.
Während des Vorzyklus brauchen Sie gar nicht in unsere Klinik zu kommen, denn Sie beginnen die Hormonbehandlung ganz selbstständig mit dem ersten Tag Ihrer Regelblutung (1. Zyklustag). Fünf Tage nach Beginn des Zyklus bitten wir Sie, uns anzurufen, um einen ersten Kontrolltermin zur Ultraschall- und Hormonuntersuchung zu machen. Der Termin findet dann etwa dreieinhalb bis vier Wochen später statt. Bei dieser Untersuchung wird geprüft, ob Ihre Eierstöcke frei von Zysten sind und sich im erwünschten Ruhezustand befinden.
1. Zyklustag (1. Tag der Regelblutung)
Einnahme einer Antibaby-Pille über 21 Tage
oder
ab der 14.–20. Behandlung mit einem
Gelbkörperhormon über 10 Tage
In einzelnen Fällen beginnen Frauen ohne einen Vorzyklus direkt mit dem Stimulationszyklus.
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