• + + + Nächster Info-Abend im FCH: Mittwoch, 07.03.2012, Beginn: 18:00 Uhr, FCH Praxisklinik, Speersort 4, Anmeldung hier oder unter Tel.: 040 / 30 80 46 10 + + + 
Ihr Weg zum eigenen Kind
Therapien

IVF/ICSI

Nach der Follikelpunktion werden die gewonnenen Eizellen für die künstliche Befruchtung vorbereitet. Je nach Samenqualität wird eine Befruchtung dann durch die klassische IVF (In-Vitro-Fertilisation) oder ICSI (Intra-Cytoplasmatische Spermiuminjektion) durchgeführt.

Bei der klassischen IVF-Methode werden etwa 100.000 bewegliche Samenzellen zu den reifen Eizellen gegeben. Das Spermium dringt selbstständig durch eigene Bewegung in die Eizelle ein. Bei der ICSI-Methode werden einzelne Spermien per Mikroinjektion in mehrere reife Eizellen eingebracht.

Seit Jahren können wir im FCH überdurchschnittlich hohe Erfolgsquoten bei IVF- und ICSI-
Behandlungen verzeichnen – darauf sind wir stolz. Profitieren Sie davon!

Damit sich die zusammengebrachten Samen und Eizellen ideal entwickeln können, werden sie in einem Wärmeschrank gelagert, der die Bedingungen im Eileiter genau nachempfindet. Jedem Paar wird ein separates Schrankfach zugeordnet. Verwechslungen werden dadurch völlig ausgeschlossen.

Nach etwa 20 Stunden können wir erstmals sehen, ob der Befruchtungsvorgang eingesetzt hat. Die Eizelle befindet sich dann im Vorkernstadium, auch Pronucleus-Stadium genannt. In dieser Phase erfolgt eine Auswahl der Eizellen, die sich zu Embryonen weiterentwickeln sollen. Überzählige befruchtete Eizellen können für spätere Behandlungen im so genannten Kryokonservierungs-Verfahren in flüssigem Stickstoff tiefgefroren und dann gelagert werden. Spätere Behandlungszyklen mit diesen kryokonservierten Eizellen im Vorkernstadium werden als Auftauzyklen bezeichnet.

Risiken

Die Wahrscheinlichkeit auf eine Mehrlingsschwangerschaft ist abhängig von der Anzahl der transferierten Embryonen und vom Lebensalter der Patientin. Um riskante Mehrlingsschwangerschaften zu vermeiden, werden der Frau bis zum 35. Lebensjahr grundsätzlich nur maximal zwei Embryonen in die Gebärmutter eingepflanzt. Aber auch mit Erreichen des 35. Lebensjahres empfehlen wir, lediglich zwei Embryonen einzupflanzen.

Die Wahrscheinlichkeit einer Zwillingsschwangerschaft nach künstlicher Befruchtung  ist in allen Altersgruppen erhöht. Der Anteil liegt bei etwa 16 bis 18%. Ab dem 38. Lebensjahr werden möglichst drei Embryonen zurückgesetzt, damit können aber auch Drillingsschwangerschaften eintreten. Das ist aber nur noch äußerst selten der Fall. Die Quote der höhergradigen Mehrlingsschwangerschaften ist im FCH extrem niedrig.

Die IVF wird – wie auch die ICSI – vornehmlich von Patienten zwischen 30 und 40 Jahren in Anspruch genommen. Die Schwangerschaftsrate ist sehr deutlich vom Alter der Patienten abhängig und liegt im Mittelwert bei 29% pro Eizellenentnahme. In 7,5% der Fälle kommt es aufgrund ausgebliebener oder abnormer Befruchtung gar nicht zum Transfer.

Auch fachgerecht in die Gebärmutterhöhle eingesetzte Embryonen können in den Eileiter wandern. Normalerweise transportiert ein gesunder Eileiter dann den Embryo in die Gebärmutterhöhle zurück. Ist die Funktion jedoch gestört, bleiben die Embryonen im Eileiter und nisten sich dort ein. Eine Eileiter-Schwangerschaft entsteht. Durch regelmäßige Ultraschall-Untersuchungen wird eine Eileiter-Schwangerschaft frühzeitig entdeckt. Der Embryo muss dann durch einen operativen Eingriff entfernt werden.

Viele Paare machen sich zudem Gedanken, ob eine Kinderwunsch-Behandlung bei Ihrem Kind Fehlbildungen auslösen könnte. Nach aktuellem Stand der Wissenschaft wird dieses Risiko durch eine IVF- oder ICSI-Behandlung aber nicht beeinflusst. Ein in bestimmten Studien aufgezeigtes geringfügig erhöhtes Risiko nach ICSI-Behandlung führen die Wissenschaftler auf die genetischen Anlagen des Paares selbst zurück, die auch den Grund für die ungewollte Kinderlosigkeit darstellen. Der Methode selbst wird diese Erhöhung nicht angelastet. Erfolgreiche Schwangerschaftsraten im FCH

Die Schwangerschaftsrate bei der IVF (ICSI)-Behandlung bezieht sich nach internationalen Standards immer auf einen Zyklus mit erfolgtem Embryotransfer und wird angegeben in % SS/ET.

In allen Altersgruppen ist die Schwangerschaftsrate (SS-Rate) nach Transfer von nur einem Embryo niedrig. Mit zunehmendem Lebensalter sinkt sie sogar. Werden zwei oder drei Embryonen transferiert, steigt die SS-Rate deutlich an. Dieser Unterschied ist bis zum 35. Lebensjahr noch gering, wird aber mit zunehmendem Alter deutlich sichtbar. Die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden, nimmt mit der Anzahl der Therapiezyklen zu. Diese beträgt z. B. bei Frauen um das 30. Lebensjahr herum nach vier Therapiezyklen etwa 80 bis 85% (kumulative Schwangerschaftsrate). Für jeden einzelnen der Therapiezyklen bleibt die Schwangerschaftsrate jedoch annähernd gleich. Die Ergebnisse für die IVF- und die ICSI-Behandlung sind dabei identisch.

Die angegebenen Schwangerschaftsraten sind Durchschnittswerte, die Ihnen lediglich Anhaltspunkte geben können. Für Sie als Paar ist es wichtig, mit Ihrem Arzt den Hintergrund Ihrer konkreten persönlichen Bedingungen zu besprechen. Daraus kann der Arzt dann Ihre persönliche Chance auf eine Schwangerschaft abschätzen.

Kosten

Die Kosten einer kompletten IVF inkl. aller Medikamente und Narkose betragen in etwa 3.200 €*. Hiervon übernimmt in manchen Fällen die gesetzliche Krankenversicherung 50% für maximal drei Zyklen. Die Kosten der kompletten IVF/ICSI inkl. aller Medikamente und Narkose belaufen sich auf rund 3.800 €* Auch hier trägt die gesetzliche Krankenversicherung gegebenenfalls 50% für max. drei Zyklen.

* Die Kostenangaben sind als Richtwerte zu verstehen. Im Einzelfall können entstehende Kosten abweichen. Sollten Sie diesbezüglich eine individuelle Beratung wünschen, wird Ihnen unsere Abrechnungsabteilung gerne weiterhelfen. Setzen Sie sich bitte mit unserer Abrechnungsabteilung in Verbindung.

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