• + + + Nächster Info-Abend im FCH: Mittwoch, 23.05.2012, Beginn: 18:00 Uhr, FCH Praxisklinik, Speersort 4, Anmeldung hier oder unter Tel.: 040 / 30 80 46 10 + + + 
Ihr Weg zum eigenen Kind
Therapien

Blastozysten-Transfer

Ausländische Zentren werben teilweise sehr aggressiv mit der so genannten „Blastozystenkultur“, die in Deutschland angeblich verboten aber das einzig wahre Mittel zur Erzielung hoher Schwangerschaftsraten sein soll.

Blastozysten – auch Bläschenkeime genannt – sind Embryonen, die sich nach Follikelpunktion und Befruchtung fünf Tage lang im Brutschrank entwickeln konnten und aus 64 bis 128 Zellen bestehen. Von allen befruchteten Eizellen entwickelt sich unter Kulturbedingungen nur etwa ein Drittel überhaupt zu einer Blastozyste.

Vor dem Blastozysten-Transfer eignet sich meistens auch eine der Standardtherapien. Diese erbringen die gleichen Erfolgsquoten – insbesondere in Kombination mit kryokonservierten Eizellen zur späteren Verwendung – und können dafür ggf. ein geringeres Risiko für Embryonen und Kinder darstellen.

Die Blastozystenkultur ist in Deutschland sehr wohl möglich – der Transfer der befruchteten Eizellen kann zwischen Tag eins bis Tag fünf nach der Eizellentnahme erfolgen. Nicht erlaubt ist die so genannte Blastozysten-Selektion, d.h. das gezielte Herausfiltern von Embryonen mit der Potenz, sich unter Kulturbedingungen zum Bläschenkeim zu entwickeln.

Aber diese Methode lohnt sich grundsätzlich nur bei Patienten mit sehr günstigen Voraussetzungen (stark abhängig vom Behandlungsalter und der Zahl der befruchteten Eizellen). Gerade diese Patienten haben aber auch mittels konventioneller Kinderwunsch-Behandlung beste Chancen, rasch zu einer Schwangerschaft zu gelangen – wie die nachfolgende Abbildung zeigt:

Die Schwangerschaftsrate in dieser Gruppe liegt mit den Standardtherapien bei rund 40 bis 50% – und das entspricht ziemlich genau dem, womit die Befürworter der Blastozystenkultur so vehement werben. Untersuchungen zeigen zudem, dass sich bei einer Kultivierung im Brutschrank über vier Tage hinaus das Risiko einer ungünstigen Entwicklung für Embryonen und Kinder erhöhen kann. Wir im FCH bevorzugen daher nur den Embryonentransfer nach zwei bis vier Tagen. Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie auch auf www.ivf-europa.eu

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