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Medizin-Nobelpreis 2010

Man nennt ihn auch den „Vater der Reagenzglas-Babys“ – Robert Edwards wurde Anfang Oktober mit dem Nobelpreis der Medizin ausgezeichnet. Der britische Physiologe und Forscher wurde für seine Beiträge zur Entwicklung der Technik von In-Vitro-Fertilisationen geehrt. Ihm und seinem bereits verstorbenen Partner, dem Gynäkologen Patrick Steptoe, ist es zu verdanken, dass am 25. Juli 1978 in Oldham bei Manchester das erste Retortenbaby zur Welt kam – und viele weitere danach folgten. Etwa vier Millionen sind es inzwischen und viele dieser „Retortenkinder“ sind heute sogar selbst Eltern. Auch wenn die künstliche Befruchtung als Meilenstein der modernen Medizin gilt, ist sie noch immer vielerorts umstritten. Der Grund: Die Präimplantationsdiagnostik, bei der ein heranwachsender Embryo außerhalb des Mutterleibs auf Chromosomenschäden und andere genetische Veränderungen hin untersucht wird. Die Verwendung von menschlichen Blastozysten (Bläschenkeim) ermöglicht auch die Forschung mit embryonalen Stammzellen, aus denen Ersatzgewebe für die Therapie von Krankheiten „gezüchtet“ werden können.

*Quelle: faz.net, 04. Oktober: http://www.faz.net

Kein Brustkrebsrisiko durch Hormonbehandlung

Eine Studie aus Schweden* zeigt, dass Hormongaben im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung das Brustkrebs-Risiko nicht generell erhöhen.

Die Studie hat 1135 Befunde ausgewertet. Insgesamt erkrankten 4,8% der teilnehmenden Frauen an Brustkrebs, was allerdings der statistisch zu erwartenden Häufigkeit bei Frauen dieses Alters entspricht.

Lediglich bei den Frauen, deren Kinderlosigkeit nicht aus einer gestörten Eierstockfunktion resultierte und die daher große Mengen eines speziellen Präparates (Clomiphenzitrat) zur Stimulation erhielten, war das Risiko etwas erhöht – wenn auch statistisch nicht signifikant. Bei Patientinnen, die Gonadotropine (Hormone zur Keimdrüsenstimulation, hMG oder FSH) erhielten, war das Risiko sogar verringert (2,9%).

Das hängt wohl damit zusammen, dass aus der Clomiphenzitrat-Gruppe weniger Frauen schwanger wurden als in der Gruppe mit Störungen der Eierstockfunktion. Denn erfahrungsgemäß bedeutet eine Schwangerschaft einen gewissen Schutz vor Brustkrebs.

Dagegen bilden dosierbare, rekombinant hergestellte Gonadotropine ohne Verunreinigungen den internationalen Standard in der modernen Kinderwunschbehandlung.

*CC Orgeas et al.: Breast cancer incidence after hormonal infertility treatment in Sweden: a cohort study; American Journal of Obstetrics & Gynecology, 2009; 200:72.e1-72.e7

 

Neuer Fruchtbarkeits-Test für Männer: SDI

Exklusiv in Norddeutschland bieten wir seit Januar 2008 in Kooperation mit einem Labor in Kopenhagen ein neues Verfahren zur Untersuchung des männlichen Erbmaterials an: den Test auf Spermien-DNA-Integrität (kurz SDI). Die Qualität der Spermien spielt bei der Wahl der richtigen Behandlungsmethode eine entscheidende Rolle. Mithilfe des SDI-Tests lässt sich feststellen, welche Methode individuell am besten geeignet ist, um schwanger zu werden – das erspart Zeit, Frustration und Geld.

Lesen Sie hier mehr über SDI

Weltweit erste Schwangerschaft nach IvF-PKD-Kryokonservierung mittels Vitrifikation-Auftauzyklus

Alle Mitarbeiter des Fertility Center Hamburg sind froh und stolz, dazu beigetragen zu haben, die weltweit erste intakte Schwangerschaft bei einer 38-jährigen Patientin nach Vitrifikation von biopsierten Eizellen erzielt zu haben. Die Patientin ließ die in einem "frischen" IvF-Zyklus entstandenen überzähligen befruchteten Eizellen nach Polkörperdiagnostik mittels Vitrifikation einfrieren.

Zwei Monate später wurden drei Embryonen guter Qualität nach hormoneller Vorbereitung in die Gebärmutterhöhlenschleimhaut transferiert. Termingerecht kam am 9.1.2008 ein gesunder Junge zur Welt. Die Fallbeschreibung wurde in der renommierten Fachzeitschrift „Reproductive BioMedicine Online" publiziert.

Nach PKD bleiben relativ selten überzählige chromosomal unauffällige Eizellen übrig. Wie dieser Fall aber zeigt, ist es gerade bei so wertvollem Material durchaus lohnend, eine Vitrifikation in Anspruch zu nehmen.

Internationales Symposium

Unter wissenschaftlicher Federführung des Fertility Center Hamburg fand am 25. und 26. Mai 2007 ein mit international hochkarätigen Wissenschaftlern besetztes Symposium zum Thema "Understanding the role of LH: myths and facts" statt. Der Austausch mit renommierten Experten auf dem Gebiet der Reproduktionsmedizin und die dabei gewonnenen neuesten Erkenntnisse kommen nun unmittelbar den Patienten des FCH zugute. (Erscheinungsdatum Mai 2007)

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