Fertility Center Hamburg
Fertility Center Hamburg

Erbgutanalyse am frühen Embryo

Seit 2010 besteht – nach positivem Bescheid der zuständigen Ethik-Kommission – auch in Deutschland die Möglichkeit, frühe Embryonen per präimplantationsgenetischer Diagnostik (PID) auf schwerwiegende genetische Schäden zu untersuchen. Die behördliche Zulassung für diese Untersuchung erhalten jedoch nur ausgewählte Kinderwunschzentren in Kooperation mit einem Genetischen Zentrum. Beide Kooperationspartner müssen dazu höchste Qualitätsstandards in ihren jeweiligen Fachrichtungen erfüllen.

2014 erhielt das Fertility Center Hamburg (in Kooperation mit dem MVZ genteQ) als erstes Kinderwunschzentrum in Deutschland die Zulassung für PID.

Mit der präimplantationsgenetischen Diagnostik können wir Risikopatienten helfen, die ein genetisch bedingtes hohes Risiko für Fehl- oder Totgeburten oder bestimmte monogene Erbkrankheiten tragen. Wenn Sie sich für die Durchführung einer PID interessieren, senden Sie uns bitte eine Mail mit den Gutachten/Befunden zu Ihrer Erkrankung unter Angabe Ihres Namens und Ihrer Kontaktadresse mit Telefonnummer an
hannelore.herrmann(at)amedes-group.com oder Sarah.Nehrkorn(at)amedes-group.com

Bei spezifischen Fragen können Sie uns auch gerne telefonisch kontaktieren unter (040) 308 04-520 oder -521.

Ablauf der eigentlichen Behandlung

Damit die Methode erfolgreich angewendet werden kann, muss sich eine Mindestanzahl von befruchteten Eizellen gut entwickeln. Am fünften Kulturtag kann in der Regel ein kleiner Anteil an Zellen entnommen und untersucht werden. Diese genetischen Spezialuntersuchungen sind teilweise sehr umfangreich und zeitaufwendig, sodass die Embryonen gewöhnlich nach der Zellentnahme tiefgefroren (vitrifiziert) werden, bis das Ergebnis vorliegt. In einem Auftauzyklus ohne hormonelle Stimulation können die geeigneten Embryonen dann in die Gebärmutter eingesetzt werden. Derzeit wird die PID bei folgenden Indikationen bereits erfolgreich angewendet:

  1. Chromosomale Fehlverteilungen: reziproke Translokationen, Robertson-Translokationen mittels Array-CGH und/oder FISH.

  2. Monogene Erkrankungen auf Nachfrage: Voraussetzung ist immer, dass ein etablierter Test auf diese Erkrankung verfügbar ist.