Fertility Center Hamburg-Aktuelles
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AKTUELLES

Studie zeigt: kein Brustkrebsrisiko durch Hormonbehandlung

Eine aktuelle Studie aus Schweden* hat kürzlich gezeigt, dass Hormongaben im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung das Brustkrebs-Risiko nicht generell erhöhen.

Die Studie hat die Befunde von 1135 Frauen ausgewertet, die im Zeitraum von 1961 bis 1976 behandelt wurden. Der Auswertungszeitraum erstreckte sich bis zum Jahr 2004. Insgesamt erkrankten 54 der teilnehmenden Frauen an Brustkrebs. Diese Rate von 4,8% entspricht der statistisch zu erwartenden Häufigkeit von Brustkrebs bei Frauen dieses Alters. Die Erkrankung wurde im Durchschnitt etwa 25 Jahre nach der Hormonbehandlung diagnostiziert.

Lediglich bei den Frauen, deren Kinderlosigkeit andere Ursachen als eine gestörte Eierstockfunktion hatte und die daher zur Stimulation große Mengen eines speziellen Präparates (Clomiphenzitrat) erhielten, war das Risiko etwas erhöht – wenn auch statistisch nicht signifikant.
Dagegen war das Risiko der Patient- innen, die mit sog. Gonadotropinen (Hormone zur Keimdrüsenstimulation, hMG oder FSH) behandelt wurden, sogar verringert (2,9%).

Es ist anzunehmen, dass dies damit zusammenhängt, dass aus der Gruppe, die Clomifenzitrat erhielten, weniger Frauen schwanger wurden als aus der Gruppe, die wegen Störungen der Eierstockfunktion mit Gonadotropinen behandelt wurden – denn erfahrungs- gemäß bedeutet eine Schwangerschaft einen gewissen Schutz vor Brustkrebs.

Heute bilden dosierbare, rekombinant hergestellte Gonadotropine ohne Verunreinigungen den internationalen Standard in der modernen Kinderwunschbehandlung.

*CC Orgeas et al.: Breast cancer incidence after hormonal infertility treatment in Sweden: a cohort study; American Journal of Obstetrics & Gynecology, 2009; 200:72.e1-72.e7

Neuer Fruchtbarkeits-Test für Männer: SCSA

Exklusiv in Norddeutschland bieten wir seit Januar 2008 in Kooperation mit einem Labor in Kopenhagen ein neues Verfahren zur Untersuchung des männ- lichen Erbmaterials an: den Spermien- Chromatin-Struktur-Assay (kurz SCSA). Die Qualität der Spermien spielt bei der Wahl der richtigen Behandlungsmethode eine entscheidende Rolle. Mithilfe des SCSA-Tests lässt sich feststellen, welche Methode individuell am besten geeignet ist, um schwanger zu werden – das erspart Zeit, Frustration und Geld. Lesen Sie hier mehr über SCSA.

Weltweit erste Schwangerschaft nach IvF-PKD-Kryokonservierung mittels Vitrifikation-Auftauzyklus

Alle Mitarbeiter des Fertility Center Hamburg sind froh und stolz, dazu beigetragen zu haben, die weltweit erste intakte Schwangerschaft bei einer 38-jährigen Patientin nach Vitrifikation von biopsierten Eizellen erzielt zu haben. Die Patientin ließ die in einem "frischen" IvF-Zyklus entstandenen überzähligen befruchteten Eizellen nach Polkörperdiagnostik mittels Vitrifikation einfrieren.
Zwei Monate später wurden drei Embryonen guter Qualität nach hormoneller Vorbereitung der
Gebärmutterhöhlenschleimhaut transferiert. Es handelt sich Ende Oktober 2007 um eine intakte Schwangerschaft in der 26. Woche.
Die Fallbeschreibung wurde mittlerweile von der renommierten Fachzeitschrift "Reproductive BioMedicine Online" zur Publikation angenommen.
Nach PKD bleiben relativ selten überzählige chromosomal unauffällige Eizellen übrig. Wie dieser Fall aber zeigt, ist es gerade bei so wertvollem Material durchaus lohnend, eine Vitrifikation in Anspruch zu nehmen.

Internationales Symposium

Unter wissenschaftlicher Federführung des Fertility Center Hamburg fand am 25. und 26. Mai 2007 ein mit international hochkarätigen Wissenschaftlern besetztes Symposium zum Thema "Understanding the role of LH:
myths and facts" statt. Der Austausch mit renommierten Experten auf dem Gebiet der Reproduktionsmedizin und die dabei gewonnenen neuesten Erkenntnisse kommen nun unmittelbar den Patienten des FCH zugute. (Erscheinungsdatum Mai 2007)
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